Fazit und Fakten
Um es vornweg zu nehmen: Unsere Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt.
Kambodscha ist ein tolles, sicheres und sehr interessantes Land und seine Bevölkerung ist herzlich und freundlich. Wir wurden überall sehr freundlich aufgenommen und fühlten uns während der gesamten Reise rundum wohl.
Die Route:
Start unserer Reise war in Bangkok.
Hier verweilten wir 1 ½ Tage und tauchten erstmals in die asiatische Lebensweise ein. Anschließend erreichten wir Kambodscha per Flugzeug über den Flughafen in Siem Reap. Unser Aufenthalt in Siem Reap dauerte 5 Tage. Das war gerade einmal ausreichend, um einen groben Überblick über die unglaublichen Tempelanlagen rund um diese Metropole zu bekommen.
Weiter ging es für 2 Tage nach Battambang und von dort aus für 3 Tage in die Hauptstadt Phnom Penh. Anschließend fuhren wir weiter nach Kampot (geplant waren eigentlich nur 2 Tage). Die kurzfristige Umbuchung war eine sehr gute Entscheidung.
Von Kampot aus fuhren wir mit dem Zug weiter nach Sihanoukville, und von dort ging es direkt weiter auf die Insel Koh Rong, wo wir weitere 5 Tage verbrachten. Den Abschluss der Reise bildeten die Fahrt und eine Übernachtung in Phnom Penh. Von hier aus flogen wir mit einem Zwischenstopp in Bangkok wieder zurück nach Hause
Die einzelnen Stationen:
Die Transfers:
Wie prophezeit waren die einzelnen Transfers sehr einfach zu organisieren.
In Siem Reap fing uns Rani direkt am Flughafen mit seinem bequemen Auto und seiner offenen Art ein. In seiner Begleitung erkundeten wir Siem Reap und Umgebung. Rani erwies sich als sehr guter Chauffeur, charmanter Unterhalter und Helfer in der Not, und darüber hinaus fand er überall entlang unserer Route sehr gute Restaurants. Außerdem begleitete er uns in ein Reisebüro, um die Transfers nach Battambang, Phnom Penh und Kampot zu reservieren, und organisierte uns sogleich einen Fahrer für Phnom Penh.
Mit einem Minibus, in dessen Kofferraum auch ein Huhn mitfuhr, erreichten wir nach 4 Stunden Battambang.
In Battambang brachte uns ein Zufall mit Kamnat und seinem sehr bequemen und schönen Tuk-Tuk zusammen.
Mit ihm erkundeten wir Battambang mit allen Sinnen. Ganz nebenbei erhielten wir viele Informationen über die grauenvolle, dunkle Zeit der Roten Khmer, das Leben als Mönch und die Kultur Kambodschas. Außerdem versorgte er uns mit einheimischen Früchten, die wir zuvor nicht kannten.
Von Battambang fuhren wir mit einem komfortablen Reisebus in 4 Stunden nach Phnom Penh. Dort angekommen, mussten wir nur wenige Minuten auf unseren nächsten Tuk-Tuk-Fahrer, Mr. Chang, warten. Dieser lenkte uns mit seinem etwas in die Jahre gekommenen Tuk-Tuk sicher durch den chaotischen Verkehr der Großstadt. Zudem organisierte er unseren zweiten Besichtigungstag mit Markt, Tempeln und den verschiedenen Genozid-Stätten. Ohne ihn hätten wir das an einem Tag sicher nicht geschafft.
Von Phnom Penh fuhren wir erneut mit einem komfortablen Reisebus in 4 Stunden nach Kampot. Dort wurden wir am Busbahnhof abgesetzt, wo uns wieder ein befreundeter Fahrer erwartete.
Mit Dará und seinem sehr in die Jahre gekommenen Tuk-Tuk erkundeten wir die Umgebung von Kampot, die Pfefferplantagen und Kep. Für den Transport in die Bokor Mountains mietete er einen PKW. Dará war ein sehr freundlicher Mensch, der uns trotz mancher Sprachbarrieren durch Kampot und Umgebung chauffierte.
Von Kampot aus fuhren wir mit dem Zug nach Sihanoukville und von dort mit der Fähre nach Koh Rong. Die Zugtickets hatten wir am Tag zuvor am Bahnhof besorgt. Die Fährtickets buchten wir vor Ort.
Auf Koh Rong bewegt man sich entweder mit Taxis oder Tuk-Tuks über die Insel. Wer sich traut, kann sich überall ein Moped leihen.
In Phnom Penh sowie in Battambang und Kampot bestellten wir uns immer wieder ein Grab-Tuk-Tuk für kürzere Strecken. Dies ist sehr praktisch und günstig. Allerdings sollte man daran denken, den Fahrern das Trinkgeld in bar zu geben – sie sind darauf angewiesen.
Noch ein kleines Wort zu unseren Chauffeuren:
Wir haben keinen großen Wert auf Reiseleitung oder Betreuung in den Tempeln gelegt und waren daher mit unseren Fahrern immer sehr zufrieden.
Was es zu sehen gab:
Bangkok:
Mit Bangkok hatten wir das ideale Tor für unseren ersten Eintritt nach Asien gefunden. Die Stadt hat es uns leicht gemacht, die Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Allen voran natürlich der Königspalast, gefolgt vom Liegenden Buddha und dem dazugehörigen Tempel. Während einer Flussfahrt konnten wir die Stadt vom Wasser aus genießen.
Siem Reap:
Machen wir uns nichts vor – Angkor Wat war natürlich der absolute Hammer. Obwohl wir 5 Nächte in Siem Reap waren, haben wir noch lange nicht alles gesehen, und Angkor Wat ist ja nur einer der großen Tempel rund um Siem Reap. Wir waren so fasziniert, dass wir auf jeden Fall wiederkommen.
Battambang:
Durch Kamnat bekamen wir einen tollen Einblick in Land und Leute. Er erzählte uns sehr viel über die Gräueltaten der Roten Khmer und seine Zeit als Mönch. Die besuchten Tempel waren erste Sahne und haben uns sehr beeindruckt.
Phnom Penh:
Die Stadt ist wirklich eine brodelnde Metropole. Von unserer Hotelterrasse aus hatten wir einen tollen Blick über den Fluss. Außerdem konnten wir den Königspalast sowie einen der bedeutendsten Tempel Kambodschas von dort aus zu Fuß erreichen. Mit unserem Fahrer erkundeten wir nicht nur Märkte und Tempel, sondern tauchten anhand der Genozid-Stätten der Roten Khmer auch tief in die Geschichte des Landes ein. Ohne diese Stätten besucht zu haben, wird man Kambodscha nicht verstehen.
Kampot + Kep:
In Kampot haben wir uns auf den ersten Blick verliebt.
Hier glänzen weniger die Sehenswürdigkeiten als vielmehr die Stadt an sich mit ihrer schönen Lage am Fluss. Wir bekamen interessante Einblicke in die Salzgewinnung und den Anbau von Pfeffer. In den Bokor Hills konnten wir in die Zeit der Kolonialherrschaft eintauchen und sehen, wie sich die Chinesen dort nach und nach breitmachen.
Von Kep waren wir etwas enttäuscht. Wir kamen gegen Mittag dort an. Das ausgesuchte Restaurant war zwar sehr gut, aber wir hatten uns vorgestellt, an einer der Garküchen am Strand frisch gekochte Krabben zu essen. Leider sind diese wohl nur am Wochenende dort. Als wir dann Richtung Strand spazierten, gab es außer Strand nicht viel zu sehen.
Koh Rong:
Mit dieser Insel hatten wir gut gewählt. Anfangs hatten wir überlegt, auf die kleinere Schwesterinsel zu fahren, aber letztendlich waren wir froh, ein etwas größeres Angebot an Stränden gehabt zu haben. Viel los ist auf der Insel nicht, und wir waren am Palm Beach ziemlich ab vom Schuss – aber das wussten wir vorher.
Was wir nicht wussten: Viele der Strände sind doch sehr vermüllt, da die Bevölkerung dem Müll, der Tag für Tag vom Meer angespült wird, kaum Herr wird. Außerdem ahnten wir nicht, dass es relativ langwierig sein würde, ein Tuk-Tuk zu bekommen, da die Anfahrt meist schon 20–30 Minuten dauert. Der Fahrpreis pro Strecke betrug 10 $ (2025). Da gab es auch keinen Verhandlungsspielraum. Recht haben sie. :-
Die Hotels:
Unsere Hotels waren allesamt sehr gut.
Lediglich in Bangkok war die Matratze hart wie Stein. Dafür war das Frühstück dort das beste der gesamten Reise.
Das Ohana Phnom Penh Palace hatte das schönste Frühstücksrestaurant, da es sich auf der Dachterrasse befindet und man von dort aus früh morgens sogar den Sonnenaufgang genießen kann. Geärgert hat uns in diesem Hotel, dass uns bei der Abreise kein Raum zum Umziehen angeboten wurde, obwohl uns dies zuvor zugesagt worden war. Letztendlich mussten wir uns auf der Hoteltoilette umziehen und reisefertig machen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Erstaunt hat uns unser Wohncontainer auf Koh Rong. Hier gab es die mit Abstand bequemsten Betten der Tour. Über den Schimmel am Waschbecken haben wir daher großzügig hinweggesehen.
Das Wetter:
Da gab es wirklich überhaupt nichts zu meckern.
Außer einem kurzen, heftigen Regenschauer in Bangkok war es durchgängig trocken. Die Temperaturen lagen zwischen 25 und 30 Grad. Lediglich in Phnom Penh wurde es uns zu heiß und schwül. Ansonsten haben wir die Temperaturen sehr genossen.
Fauna und Flora:
An jeder Ecke blühte es nur so um die Wette.
Die Vielfalt der Pflanzenwelt ist unglaublich – und dazu überall die frischen tropischen Früchte. Wir haben es sehr genossen.
Von der Tierwelt haben uns besonders die großen Schmetterlinge und die diebischen Affen beeindruckt, vor denen wir aber lieber etwas Abstand gehalten haben.
